

Schwellbrunns Nationalliga-A-Faustballer sind ihrer Favoritenrolle gerecht geworden und haben mit zwei Siegen in Pfäffikon SZ erstmals einen Schweizer Hallen-Meistertitel errungen.
Schon der Auftakt des Finalevents am Zürichsee hatte klar aufgezeigt, dass der STV Schwellbrunn alles daran setzen wollte, den Hallenmeistertitel zu erringen. Vier Betreuer standen bereit, und mit dem Maximum von acht Spielern schöpften die Schwellbrunner das mögliche Kontingent aus.
Wie gewohnt bildeten der auf diese Wintersaison neu zugezogene Cyrill Schreiber sowie Ueli Frischknecht das Angriffsduo. Auf den drei Abwehrplätzen teilten sich Mathias Frischknecht, Ruedi Nyffenegger und das Brüderduo David und Martin Berger die Aufgabe. Neben den sechs regelmässig eingesetzten Spielern bereitete sich nach seinem gelungenen Debüt vor zwei Wochen erneut auch wieder der junge Schlagmann Samuel Berger auf einen Einsatz vor.
Harziger Halbfinal
Erstmals stand nach seiner Schulteroperation im Herbst auch Anschläger Peter Rohner als möglicher Spieler bereit; Vereinspräsident Rohner wollte sich diesen grossen Moment nicht entgehen lassen. Zudem stand das ganze Betreuerquartett mit Otmar Hofstetter (Trainer), Bruno Schoch (Coach), André Stieger (Krafttrainer) und Christoph Schüle (Physiotherapeut) dem Team zur Verfügung. Kurzum: Schwellbrunn wollte nichts dem Zufall überlassen. Mit voller Konzentration landeten die Schwellbrunner zum Auftakt des Halbfinals gegen Diepoldsau einen klaren Satzgewinn mit 11:4. Damit vermochten sie aber die Rheintaler nicht zu beeindrucken. In den folgenden vier Sätzen setzten sich diese unerwartet stark in Szene und lagen immer wieder in Front. Zu einem Teilerfolg reichte es Diepoldsau aber nur im dritten Satz. In den alles entscheidenden Momenten behielten die Schwellbrunner das bessere Ende jeweils knapp für sich.
Zum erwartet leichten Spaziergang wurde diese Halbfinalbegegnung für das neue Meisterteam also keinesfalls. Vielmehr zwang der Gegner die Favoriten aus dem Appenzellerland mit einer starken Teamleistung und einem überragenden Roman Lässer im Service zu einer mühsamen Bergtour. Das klare Schlussergebnis von 5:1 täuscht, denn Diepoldsau hielt lange mit und gab den letzten Satz im Hinblick auf den kleinen Final zur Schonung fühzeitig preis.
Klarer Finalsieg
Das Endspiel am Sonntag wurde dann eine recht einseitige Angelegenheit. Denn im Gegensatz zu Diepoldsau fehlte dem Titelverteidiger Faustball Widnau der nötige Druck im Service, um Schwellbrunn ersthaft zu gefährden. Cyrill Schreiber, langjähriger Teamkollege der Widnauer, parierte die meist auf ihn gerichteten Angaben. Unter seiner Führung landete Schwellbrunn einen klaren und diskussionslosen Fünfsatzsieg.
(Quelle: Appenzeller Zeitung vom 17. Februar 2009)